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Presse
| 15.11.2007, 11:26 Uhr |
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Podiumsdiskussion Stadtentwicklung
Donnerstag, 15. November 2007 Casino Wöhrdstraße Tübingen, Beginn 19.30 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren
Anfang Oktober hat der Gemeinderat der Universitätsstadt Tübingen die Wiederaufnahme des GVFG Antrages für das Zinserdreieck beschlossen. Grundlage der Antragstellung soll das von der Stadtverwaltung erarbeitete und von einer Gemeideratsmehrheit im Jahr 2001 beschlossene Verkehrskonzept samt Beschluß zur Umgestaltung des Europaplatzes sein.
Wie Oberbürgermeister Boris Palmer gegenüber dem Gemeinderat mitgeteilt hat, wolle er über das vorliegende Verkehrskonzept mit gegenläufigem Omnibusverkehr durchaus nochmals diskutieren. Das beschlossene Konzept stehe nach Auffassung des Oberbürgermeisters dann zur Disposition, falls es bessere und praktikablere Lösungen für die Beschleunigung und Optimierung der Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs" ÖPNV gebe.
Die Entwicklung am Europaplatz soll dagegen nach Vorstellung von Oberbürgermeister Palmer entsprechend dem Ergebnis des Städtebaulichen Wettbewerbs aus dem Jahr 1998 und dem Gemeinderatsbeschluß für den zentralen Omnibusbahnhof aus dem Jahr 2000 angegangen und umgesetzt werden. Das bedeutet, dass der nördliche Ast der Europastraße, welcher heute vom Zinserdreieck in westliche Richtung führt entfallen soll. Der südliche Ast der Europastraße, der vor dem Hauptbahnhof in östlicher Richtung verläuft soll für den Individualverkehr gesperrt werden. Dieser Verkehr mit Ziel Zinserdreieck und Wöhrdstraße müsste dann auf die südlich der Bahnschinen verlaufende Hegelstraße ausweichen und über die Blaue Brücke einfahren.
Die Bebauung am Europaplatz soll auf dem im städtebaulichem Wettbewerb ausgewiesenen Baufenster erfolgen. Jedoch soll nach Vorstellung von Oberbürgermeister Palmer nicht mehr wie in früheren Jahren gewünscht, ein großes Kaufhaus als "Kundenmagnet" für Tübingen errichtet werden, sondern lediglich ein kleineres Fachmarktzentrum mit nicht innenstadtrelevantem Sortiment. Außerdem möchte er dort städtische Einrichtungen, die heute in oder am unmittelbaren Rand der Innenstadt sind, wie die Stadtbibliothek und das Technische Rathaus unterbringen.
Der zentrale Omnibusbahnhof soll gemäß dem 1. Preis des städtebaulichen Wettbewerbes in einer Länge von ca. 240 Metern parallel zu Hauptbahnhof errichtet werden.
Verkehrsströme des Andienungsverkehrs an den Hauptbahnhof, dem Omnibusverkehr und der Fußgänger zwischen Omnibusbahnhof und Hauptbahnhof, sollen auf einer Ebene nebeneinander bewältigt werden. Eine Untertunnelung für den Individualverkehr und somit auch weiterhin die Erreichbarkeit des Zinserdreiecks über die Europastraße wird von Oberbürgermeister Palmer abgelehnt.
Als weiteren wichtigen Punkt des Gesamt - Verkehrskonzeptes soll die heute schon in Nord - Süd Richtung gesperrte Mühlstraße nunmehr auch in der gegenläufigen Richtung für den Individualverkehr ganz gesperrt werden und nur noch für den ÖPNV zur Verfügung stehen.
Die Friedrichstraße soll nach Vorstellungen Palmers mit der Auflösung des Einbahnverkehrs am Zinserdreieck mit Friedrichstraße, Karlstraße und Poststraße künftig in einen verkehrsberuhigten Bereich umgewandelt und gegenläufig befahren werden. Dadurch werde die Friedrichstraße als Einkaufsstraße aufgewertet. Die durch die Sperrung der Mühlstraße zwangsläufig zurückgehenden Verkehrsströme können nach Auffassung des Oberbürgermeisters bewältigt werden.
Als weitere Entwicklungsmaßnahmen und zur Stärkung der Innenstadt soll an Stelle der heutigen Stadtbücherei am Nonnenhaus eine Fläche für ein kleineres Kaufhaus entstehen. Die Stadtbücherei soll an den Europaplatz umgesiedelt werden.
Da es in Tübingen nach Auffassung der Universität zur Ausrichtung von Tagungen und kleinere Kongressen an Hotelkapazitäten mangelt soll auf dem Gelände des sich in desolatem Zustand befindlichen Technischen Rathaus ein Hotel errichtet werden. Durch die topografische Lage des Grundstücks zu Wilhelmstraße und Brunnenstraße könnte im Untergeschoß eine große Tiefgarage, die auch für die Innenstadt zu Verfügung stehen soll, errichtet werden. Das Technische Rathaus soll langfristig auf den Europaplatz verlegt werden.
Diese von Oberbürgermeister Palmer gewünschte städtebaulichen und verkehrlichen Umgestaltungen bedeuten tiefgreifende Veränderungen für die Innenstadt.
Die CDU - Gemeinderatsfraktion möchte diese städtebaulichen Ideen mit betroffenen Bürgern, Nutzern und Interessensgruppen ergebnisoffen diskutieren. Dazu laden wir zu einer Podiumsdiskussion am Donnerstag, den 15. November 2007 Beginn 19.30 Uhr im Casino Wöhrdstraße ein.
Als Podiumsteilnehmer wurden Vertreter folgender Nutzer- und Interessensgruppen eingeladen:
"Interessensgemeinschaft Zinserdreieck"; Kreishandwerkerschaft Tübingen; DEHOGA; Beteiligungsgesellschaft Tübinger Wirtschaft BTW; Universität Tübingen; Anwohner Österberg.
Für die CDU - Gemeinderatsfraktion
Ulrich Latus, Fraktionsvorsitzende
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