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Presse
08.02.2010, 11:36 Uhr | Stuttgarter Zeitung Übersicht | Drucken
Vorbereitungen für G20-Treffen
Horst Köhler auf Asienreise


Bundespräsident Horst Köhler ist von Indien aus zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Südkorea gereist. Der offizielle Teil der Visite beginnt am Montag mit Gesprächen mit der Staatsführung in der Hauptstadt Seoul. Der Besuch steht unter dem Vorzeichen des südkoreanischen G20-Vorsitzes in diesem Jahr. Von dem kleinen, aber wirtschaftsstarken ostasiatischen Land hängt nicht unwesentlich ab, ob es den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenlandern in diesem November gelingt, einen Durchbruch auf dem Weg zu einer internationalen Regelung für die globalen Finanzmärkte zu schaffen. An diesem Dienstag ist ein Treffen mit dem Vorsitzenden des südkoreanischen G20-Präsidialkomitees geplant.



Deutschland wichtigster europäischer Handelspartner

Zuvor hatte Köhler einen einwöchigen Staatsbesuch in Indien beendet. Der Besuch des südostasiatischen Landes mit seinen weit über eine Milliarde Menschen habe sich gelohnt, sagte Köhler bilanzierend. Zwischen beiden Ländern bestünden "freundschaftliche Beziehungen". Dies sei nicht nur eine "politische Vokabel".

Südkorea gehört mit seiner leistungsstarken Wirtschaft und seinen hohen technischen Fähigkeiten zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern Deutschlands in Ostasien. Südkorea - neuntgrößte Exportnation der Welt - ist für Deutschland nach China und Japan und noch vor Indien der drittwichtigste Absatzmarkt in Asien. Für Seoul ist Deutschland wichtigster europäischer Handelspartner. Das bilaterale Handelsvolumen lag 2009 bei rund 20 Milliarden Dollar (14,3 Milliarden Euro); dabei erzielte Deutschland einen geringen Handelsüberschuss.

Südkorea ist heute die zwölftgrößte Handelsnation der Welt

Mehr als 200 deutsche Unternehmen sind in Südkorea vertreten. Die Beziehungen auf dem Gebiet von Forschung und Technologie entwickeln sich dynamisch. In der Informations- und Kommunikationstechnologie nimmt das Land weltweit eine vordere Stellung ein. Wichtigste Ausfuhrgüter sind Ölprodukte, Schiffe, Mobiltelefone, Autos, Halbleiter, Flüssigkristall-Produkte und Autoteile. Importiert werden vor allem Erdöl, Erdgas, Stahl, Kohle und Eisenerz.

 

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