Bei den künftigen EU-Standards für die Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln ist eine Vorentscheidung gefallen. Der Gesundheits- und Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat sich heute in dem Bericht meiner Kollegin Frau Dr. Renate Sommer (CDU) gegen die so genannte 'Ampel' ausgesprochen. "Die Ampel mit ihren willkürlichen Schwellenwerten ist wissenschaftlich nicht fundiert und kann zu Mangelernährung führen. Eine zuckerfreie Cola mit Süßstoff bekäme 'grün' und der naturtrübe Apfelsaft 'rot', nur weil er Fruchtzucker enthält. Der Nährwertkasten auf der Verpackung dagegen ist übersichtlich und liefert alle Informationen, die der Verbraucher wünscht", sagte die baden-württembergische Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle (CDU).
Laut dem Abstimmungsergebnis soll auf jedem Lebensmittel "im Hauptblickfeld der Verpackung" der Brennwert in Kilokalorien angegeben werden. Die Bezugsgröße hierfür soll 100 Gramm sein. Weitere Nährwertangaben über den Gehalt an Salz, Mineralien oder Vitaminen soll in einem separaten Nährwertkasten auf der Rückseite enthalten sein. "Von bürokratischem Irrsinn einer Mindestschriftgröße haben wir abgesehen. Stattdessen haben wir die Lesbarkeit der Angaben definiert und die Kommission aufgefordert, verpflichtende Vorschriften zu erarbeiten", so die Berichterstatterin Sommer.



